Le Gruyère – der verflixte Achsensprung

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Filmern und Fernsehmachern ist er bekannt: der Achsensprung. Der Achsensprung wird als Fehler im unsichtbaren Schnitt angesehen. Er entsteht, wenn mit der Kamera die gedachte Linie zwischen zwei oder mehreren Akteuren überschritten wird (Handlungsachse). Dies kann zum Beispiel in Interviews oder Dialogen geschehen.

Doch offensichtlich gibt es Werbefilmer, die das Prinzip Achsensprung noch nicht kennen. Konkret geht es um die neue Werbung von Le Gruyere. Unter dem Motto “das beruhigt” lies Gruyere verschiedene Videoclips produzieren. In der Episode 1 fällt auf: Das beruhigt überhaupt nicht. Absicht oder schweres Vergehen an den gestalterischen Prinzipien im Film und Fernsehen?

legruyere_achsensprung1Das Problem mit diesen verflixten Achsensprüngen ist, dass der Zuschauer dadurch verwirrt wird. Genauer gesagt, wir werden durch einen Achsensprung in die Irre geführt. Auf der Abbildung nebenan sehen wir nochmals die zwei problematischen Einstellungen. Der Velofahrer schaut von Rechts nach Links (Blickrichtung gleich Handlungsachse). In der folgenden Einstellung sieht man den Romand mit dem weissen T-Shirt, mit der sich der Velofahrer unterhaltet. Er schaut ebenfalls von Rechts nach Links. Wer spricht hier nun mit wem? Es handelt sich hier ganz klar um einen Achsensprung. Der Zuschauer kann der Unterhaltung schlechter folgen, weil sich die Bilder nicht ergänzen. Wurde dieser Achsensprung absichtlich eingebaut? Zwei Sachen sprechen dagegen: Der Gruyère Käse soll beruhigend wirken. Doch der Achsensprung erzeugt Hektik und Verwirrung. Diese Technik unterstützt zwar das Image des Bikers, nicht jedoch die des Romand, der gerade Gruyère isst. Zweitens: In der zweiten Episode findet sich kein Achsensprung mehr.

achsensprung_grafikDen Achsensprung hätte man vermeiden vermeiden können, indem die Kamera auf der gleichen Seite der Handlungsachse positioniert worden wäre. Die Grafik verdeutlicht das Beispiel. Grün der Bereich, indem die Kamera bedenkenlos überall hingestellt werden kann, um das Gespräch zu filmen. Der rote Bereich ist jedoch zu meiden, denn damit würde die Handlungsachse überschritten. Ein Achsensprung wäre das Resultat.

Die ganze Serie der Werbung seht ihr auf www.das-beruhigt.com.

Werbung lügt!

Das ist keine Behauptung, sondern Tatsache. Wie viele von den Informationen, die wir täglich in der Presse, im Radio oder im Fernsehen konsumieren, sind wahr? Wie realistisch sind sie? Gar nicht. Für diese Tasache spricht folgendes Video von 6 unerschrockenen Mitstudenten, die sich an dieses Thema herangewagt haben.

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Produktion: Michi R., Carlo, Roli, Dani, Silvana, Anna

Verpennt

Oder auch “Late in the morning”. Hat aber mit Morgenlatte nichts zu tun. Hier geht es um Bildung. Respektive wie es passieren kann, dass man nicht rechtzeitig zur Bildungsstunde erscheint. Dass der Wecker nicht abgeht ist nur das kleinste Übel. Lässt einem dann auch noch das Velo in stich und fährt der Bus davon, ist man definitiv zu spät. Ausreden zu erfinden, ist nicht mal nötig. Ein Schulprojekt im Fach Fernsehpraxis.

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Produktion: Mario, Pius, Tamar, Iris, Pascal, Michelle, Markus

Wheelchair

Rollstuhlfahrende (hat nichts mit Zigeunern zu tun) haben es zeitweilen schwer, sich in der Öffentlichkeit zu bewegen. Zu umständlich ist an vielen Orten noch der Gang zum Einkaufscenter oder zum Shop. Eine Gruppe von Studierenden nahm sich das zum Anlass, die Situation ein wenig auf die Schippe zu nehmen. Ein Schulprojekt im Fach Fernsehpraxis.

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Produktion: Alex T., Nicole, Alex K., MikaSu, Fatma, Linda, Ric

Studentomime

Was passiert wenn Journalisten während dem Video-Interview einfach mal den Ton abdrehen? Studentomime! Wir hören keine Antworten, sondern wir sehen sie. Die Interviewten müssen sich mit Händen und Füssen verständigen. So erging es einigen Studierenden unserer Hochschule in der vergangenen Woche. Bewaffnet mit Kamera und Stativ lauerten wir, als Produzenten,  ahnungslosen Akademikern auf. Im Gepäck hatten wir vier spezifische Fragen, die es zu erklären gab. “Wie sieht deine finanzielle Situation aus?”, “Was spielt sich in deinem Sexleben zur Zeit ab?”, “Wo siehst du dich in 10 Jahren?” und “Was liebst du an deinem Studium?”. Die Dreharbeiten, inklusive den Vorgeschichten, dauerten rund einen Tag. Es war ein Schulprojekt im Fach Fernsehrpraxis. Der Aufwand kommt dann bekanntlich aber im Schnitt. Resultat ist ein zweiminütiger Videoclip, der inzwischen auch auf der Plattform www.nzzcampus.ch zu finden ist.

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Produktion: Guli, Edi, Silvan, Nils, Jessica, Cathrin